PET - Positronen-Emissions-Tomographie
 
 

PET ist eine neue Methode in der Bild gebenden Diagnostik für Krebs. PET wurde u.a. in den USA und fast allen Ländern Europas in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Leider ist entgegen den Empfehlungen des Wissenschaftsrates diese Methode in Deutschland nur auf privater Basis verfügbar.

PET verbessert bei den meisten Krebserkrankungen die Diagnostik. PET ist in der Regel den konventionellen Bild gebenden Methoden wie Ultraschall, Röntgen, Szintigramm, Computer- und Kernspintomographie auch in ihrer Kombination überlegen. PET führt zur richtigen Einstufung des Ausmaßes einer Krebserkrankung. Weitere diagnostische Maßnahmen können dadurch eingeschränkt werden. Dies betrifft insbesondere auch die Kebserkrankungen im frauenärztlichen Fachgebiet.

Dadurch wird:

  1. die erste Therapiemaßnahme gezielter als bisher möglich.
  2. die Bestrahlungstherapie durch die richtige Erkennung der Tumorausbreitung der Situation individuell angepasst.
  3. die Wirksamkeit der Chemotherapie schon nach einem Zyklus überprüfbar.
  4. der Patientin die therapeutischen Nebenwirkungen nur bei Therapieansprechen für die nächsten Zyklen zugemutet.
  5. die Krebsnachsorge – wenn sie überhaupt durchgeführt werden muß - durch PET sehr viel schneller und gezielter als mit den bisherigen konventionellen Diagnosemaßnahmen durchführbar.

Häufige Fragen:

1. Wie funktioniert PET?
Krebszellen haben einen sehr hohen Zuckerstoffwechsel. Für die PET wird eine schwach radioaktive Zuckersubstanz in die Vene gespritzt. Der Tumor benötigt auf Grund seines hohen Energiebedarfs sehr viel Zucker. Durch den Einbau von radioaktiven Zuckermolekülen kann man den Tumor im Körper mit dem Positronenemissionstomographen in seiner Funktion darstellen.

2. Was habe ich an Kosten zu erwarten?
Da PET leider nur von Privatkassen übernommen wird, müssen Sie selbst die Kosten übernehmen. Sie erhalten dafür eine Rechnung nach GoÄ mit dem einfachen Satz. Die Organisation für eine PET ist sehr umfangreich. Die Kosten für die Materialien sind sehr teuer. Eine kurzfristige Absage bringt neben dem Umsatzverlust auch Kosten für die schnell zerfallende Zuckerlösung. Diese Kosten können dann von uns nicht übernommen werden.

3. Ist PET gefährlich?
Die Strahlenbelastung durch die radioaktiven Moleküle ist mit ca. 5-7 mSv sehr gering. Die natürliche Strahlenbelastung pro Jahr beträgt z.B. im Schwarzwald 3,5-4 mSv. Die CT-Untersuchung verursacht je nach Untersuchungsregion 10 mSv und darüber. Das eigentlich strahlende Atom Fluor-18 hat eine Halbwertszeit von 109 Minuten und wird sehr schnell über die Harnblase ausgeschieden. Eine Steigerung der Trinkmenge und der Blasenentleerungen sind somit günstig. Die Menge der Zuckermoleküle ist so gering, dass ansonsten keinerlei Nebenwirkungen auftreten können.

4. Wie muss man sich auf PET vorbereiten?
Wichtig ist, dass Sie nüchtern sind. Am besten wird die letzte Mahlzeit am Vorabend der Untersuchung eingenommen. Wenn Sie einen erhöhten Blutzuckerspiegel haben, sagen Sie das bitte bei der Anmeldung. Wir werden dann ganz individuell auf Ihre Situation eingehen. Sie müssen in der Regel eine Stunde früher als normal geplant in der Praxis erscheinen, um den Blutzuckerspiegel mit Insulin auf eine bestimmte Höhe zu senken. Sie dürfen vor der Untersuchung Wasser oder ungesüßten Tee zu sich nehmen.

5. Wie wird PET durchgeführt?
Sie bekommen die Spritze mit der radioaktiven Zuckerlösung über eine Verweilkanüle in die Vene gespritzt. Damit Ihre Muskulatur völlig entspannt ist und keinen Zucker aufnimmt, liegen Sie ca. eine Stunde auf der Vorbereitungsliege. Ihre Darmmuskulatur wird auch verlangsamt, indem Sie Buscopan zum Teil unter die Haut und in die Vene gespritzt bekommen. Damit die Radioaktivität in der Blutbahn reduziert wird, bekommen Sie nach 20 Minuten Lasix zur Förderung der Nierenfunktion in die Kanüle gespritzt. Bei Harndrang gehen Sie zur Toilette und legen sich anschließend wieder hin. Damit Sie völlig relaxt sind, sollen Sie auch nichts lesen oder viel sprechen. Bringen Sie Ihre Lieblings-CD mit, ansonsten können Sie auch unsere Auswahl hören. Nach der Anreicherungsphase von ca. 60 –90 Minuten kommen Sie auf die Untersuchungsliege im PET-Gerät . Dort werden Sie für die Untersuchung je nach Körpergröße 60-80 Minuten verbringen. Durch Lagerungshilfen werden Bewegungen während dieser Zeit vermieden. Über eine Kamera und einen Alarmknopf haben Sie jederzeit mit uns Kontakt. Bei Blasenschwäche oder generell bei Untersuchungen im unteren Beckenbereich besteht oft die Notwendigkeit eines kurzzeitig angelegten Blasenkatheters.

6. Was geschieht bei Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie)?
Wenn Sie Probleme mit engen Räumen haben oder schon einmal eine Untersuchung wegen Platzangst abbrechen mussten., sagen Sie das bitte gleich. Die Verweilkanüle lassen wir dann bis nach der Untersuchung liegen. Sie bekommen bei Bedarf Valium gespritzt. Dann dürfen Sie allerdings nicht mehr anschließend Autofahren Wir haben noch nie eine Untersuchung vorzeitig abbrechen müssen.

7. Erfahre ich die Diagnose gleich?
Prinzipiell ist das nach einer Auswertezeit von ca. 45 Minuten möglich. Oft ist es aber sinnvoll, das Untersuchungsergebnis mit Ihrem betreuenden Arzt zu besprechen. Damit wird gewährleistet, dass in einem kurzen Zeitraum alle Aspekte Ihrer Erkrankung von verschieden Seiten kompetent berücksichtigt werden. Psychisch belastende Fehlinformationen werden damit vermieden. Sie haben dann den höchstmöglichen Erfolg für Ihre Krankheit, wenn alle Experten Ihre Kenntnisse mit in die Entscheidungsempfehlung einbringen.

Wo kann ich einen Termin vereinbaren?
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