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Sprechstunde mit urodynamischer Untersuchung
in der Spezialpraxis
Liebe Patientin,
Die Harninkontinenz stellt eine ebenso häufige
wie unangenehme Erkrankung der Blase da. Es wird angenommen,
dass mit zunehmendem Alter jede 3. davon betroffen sein
wird. Insgesamt gehen wir im Moment von ca. 5 Millionen
Inkontinenz-Kranken in Deutschland aus. Die Zahlen steigen,
da die Menschen immer älter werden und Verschließerscheinungen
alleine durch den aufrechten Gang, durch Geburten, Operationen,
mangelndes Training und den Alterungsprozeß zu
erwarten sind. Eine besondere Rolle spielen dabei auch
Fehlverhalten und Reduzierung der Trinkmenge.
Die Urininkontinenz ist gekennzeichnet durch ein breites
Spektrum von Symptomen, die oft erst den Beginn der
Erkrankung kennzeichnen und bei deren richtiger Einordnung
eine Behandlung sehr aussichtsreich ist.
Zu den Symptomen gehören:
- Ungewollter Abgang von Urin bei körperlicher
Belastung wie Husten, Laufen, Tragen von Lasten
- Ausgeprägte Drangsymptomatik
- Häufiges Wasserlassen am Tag und in der Nacht
- Ekzeme an den Oberschenkeln
- Unmerkliche Änderung der Lebensgewohnheiten
( z.B. keine Theaterbesuche, Ausflüge und Reisen
mehr )
- Senkungsbeschwerden

Diagnostik:
Um eine Behandlung auswählen zu können, muß
zunächst eine exakte Diagnose erfolgen. Dazu stehen
folgende Untersuchungsmöglichkeiten
zur Verfügung:
- Ausführliche Anamnese
- Urogynäkologische Untersuchung
- Cystoskopie / Blasenspiegelung
- Urodynamische Untersuchung mit Messung
des Blasen-/Harnröhrendruckes
- Uroflowmetrie mit Messung des Harnstrahls
- Elektromyographie der Muskeln ( neurologische Untersuchung
) zur Abgrenzung eines Nervenschadens (z.B. Bandscheibenschädigungen)
- Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens mit
Beurteilung der Harnblase und Harnröhrenanatomie
(Introitus/Perinealsonografie)
- Immunologischer Urintest auf Blasentumorzellen (NMP22)
Sie können uns bei der Untersuchung sehr helfen,
indem Sie in bequemer Kleidung kommen ( keine allzu
engen Hosen oder Röcke, keine Stöckelschuhe,
keine engen Gürtel ).
Therapie:
Zur konservativen Therapie stehen einige sehr wirkungsvolle
Methoden zur Verfügung:
- Verhaltensberatung und Training
- Beckenbodentraining im elektromagnetischen Impulsfeld
- Elektromyografisch gesteuertes Muskeltraining (Biofeedback)
- Medikamentöse
Therapie
Neben diesen konservativen Methoden können bei
entsprechender Indikation einfache Operationen wie Schlingen-
und /oder Netzeinlagen durchgeführt werden. In
besonderen Fällen kann auch eine Unterspritzung
der Harnröhre erfolgen.
Da jeder Patient ein einzigartiges Individuum mit einem
besonderen Krankheitsverlauf darstellt, sollten die
Verfahren nur nach entsprechend exakter Voruntersuchung
und Diagnosestellung angewandt werden.
Wo kann ich einen Termin vereinbaren?
Sprechen Sie mit einem unserer Partner der Teilgemeinschaftspraxis,
wir vermitteln Sie weiter.
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