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Früherkennung der Osteoporose
durch Laboruntersuchungen
Etwa ein Drittel aller Frauen entwickelt nach dem Ausbleiben
der Regelblutung eine Osteoporose, die ab dem 60. Lebensjahr
zu Knochenbrüchen (Wirbelbrüchen und Unterarmbrüchen,
später auch Schenkelhalsbrüchen) führen
kann. Ein Zeichen für abgelaufene Wirbelbrüche
ist eine schleichende Abnahme der Körpergröße
und im Spätstadium die Bildung eines Rundrückens
(Buckels).
| In den letzten Jahren wurden Verfahren
entwickelt mit denen man gefährdete Frauen
frühzeitig erkennen kann. Man fand heraus,
dass Frauen, die eine Osteoporose entwickeln, bereits
Jahre zuvor einen gesteigerten Knochenabbau aufweisen
und, da der Knochenanbau meist nicht entsprechend
gesteigert ist, somit Knochen verloren geht. |
Die „Knochenabbaurate“ kann man neuerdings
zuverlässig messen. Insbesondere die so genannten
„Pyridinolin-Crosslinks“ im Urin spiegeln
zuverlässig die Knochenabbaurate wider. Man benötigt
zur Bestimmung nur etwa 10 ml des ersten am Morgen gelassenen
Urins. Am wichtigsten ist die Bestimmung der Abbaumarker
zwei bis fünf Jahre nach der letzten Regelblutung,
da sich zu diesem Zeitpunkt der Hormonmangel nach den
Wechseljahren beginnt, auf den Knochen auszuwirken.
Die Untersuchung kann aber auch in späteren Jahren
noch sinnvoll durchgeführt werden. Die Messung
der aktuellen Knochenabbaurate gibt im Vergleich zur
Knochendichtemessung eine wertvolle zusätzliche
Information: sie zeigt den Knochenmasseverlust schon
an, bevor eine Osteoporose vorliegt. Mit der Knochendichtemessung
entdeckt man diese häufig erst, wenn sie schon
fortgeschritten und somit Knochen irreversibel verlorengegangen
ist.
Osteoporose ist heute weitgehend vermeidbar, wenn sie
rechtzeitig erkannt wird! Es existieren eine Vielzahl
von Therapien, welche individuell auf die zugrundeliegende
Störung zugeschnitten sind. Sprechen Sie uns an!
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