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Das positive Erziehungprogramm
Kinder zu fördern ist das Ziel von Triple P. Das
bewährte Erziehungskonzept unterstützt Eltern
bei der Kindererziehung und baut dabei auf den Stärken
ihrer Familie auf. Meistens sind nur wenige Veränderungen
im Familienalltag erforderlich, um ...
- die Beziehung zu Ihrem Kind zu stärken,
- angemessenes Verhalten zu fördern,
- mit unangemessenem Verhalten positiv umzugehen und
- schwierigen Situationen vorzubeugen.
"Triple
P" steht übrigens für die drei Ps von
"Positive Parenting Programm", auf Deutsch:
Positives Erziehungsprogramm
Triple P basiert auf den folgenden fünf Prinzipien:
- Für eine sichere und interessante Umgebung
sorgen
- Eine positive und anregende Lernatmosphäre
schaffen
- Sich konsequent verhalten
- Nicht zuviel von Kindern und uns selbst erwarten
- Auch die eigenen Bedürfnisse beachten
Folgende Ziele werden durch Triple P verfolgt:
- Entwicklung, Gesundheit und soziale Kompetenzen
bei den Kindern fördern
- Problemen in emotionalen, verhaltens- und entwicklungsbezogenen
Bereichen vorbeugen
- Gewaltfreie, schützende und fördernde
Umgebung für die
Kinder schaffen
- Ungünstige Erziehungspraktiken ersetzen und
die Erziehungskompetenz erweitern
- Unabhängigkeit, Zufriedenheit und Zuversicht
der Familien steigern
Die Erhöhung der Erziehungskompetenz von Eltern
ist einer der besten Wege präventiv zum Wohle der
Kinder und im Sinne des Kinderschutzes aktiv zu werden.
Deshalb wendet sich Triple P - Positives Erziehungsprogramm
an alle Eltern und alle Fachleute, die mit Eltern und
Kindern arbeiten. Triple P wurde ausgehend von dieser
Idee in mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit
als präventives Mehrebenen-Modell entwickelt.
In Entwicklung und Evaluation wurde besonders viel
Wert auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindern
und Wissenschaftlern gelegt.
Basierend auf dem aktuellen klinisch-psychologischen
Forschungsstand nimmt Triple P Bezug auf verschiedene
theoretische Grundlagen:
- Modelle sozialer Lerntheorie, welche die Bedeutung
von wechselseitigen Einflüssen sowie von dysfunktionalen
Familieninteraktionen betonen
- Verhaltensanalytische Modelle, die den Schwerpunkt
auf die Veränderung der auslösenden Bedingungen
von
Problemverhalten legen
- Operante Lernprinzipien, welche die kontingente
Verstärkung von erwünschtem Verhalten, das
absichtliche Ignorieren von geringfügigen Problemverhaltensweisen
sowie Tokenprogramme beinhalten
- Theorien zum Erwerb von Problemlösekompetenzen,
verbalen Fähigkeiten und sozialen Fertigkeiten
- Die sozial-kognitive Lerntheorie nach Bandura als
Grundlage für Interventionen, welche die Attributionen,
Erwartungen und sonstigen Kognitionen der Eltern beeinflussen
- Entwicklungspsychopathologische Forschungsergebnisse
zu Risiko- und Schutzfaktoren für Verhaltensprobleme.
Bereits Anfang der 80er Jahre wurden erste Forschungsergebnisse
präsentiert. In den Studien zeigten sich für
die verschiedensten familiären Situationen konsistente
Ergebnisse. Bei den an Triple P teilnehmenden Eltern
sind durchgehend verbesserte Erziehungskompetenzen und
große Zufriedenheit zu beobachten. Bei den Kindern
zeigte sich eine deutliche Abnahme von Verhaltensproblemen.
Von der Qualität des international verbreiteten
Programms überzeugt, führte Prof. Dr. Kurt
Hahlweg, Technische Universität Braunschweig, Triple
P Ende der 90er Jahre in Deutschland ein. Auch hier
zeigt sich die hohe Wirksamkeit von Triple P. Aktuell
wird das Programm an der TU Braunschweig im Rahmen einer
groß angelegten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
geförderten Studie evaluiert.
Das
Triple P-Gruppentraining:
In unserer Praxis wird das Triple P-Gruppentraining
für Eltern und Alleinerziehende, deren Kinder zwischen
2 und 12 Jahre alt sind, angeboten. In diesem Training
werden Ihnen hilfreiche und bewährte Erziehungsfertigkeiten
durch eine Diplom Psychologin und lizenzierte Triple
P-Trainerin geboten
Die Kurse mit 5 bis 10 Elternpaaren laufen über
acht Wochen und bestehen aus vier wöchentlichen
Gruppensitzungen (2 Stunden) und vier individuellen
Telefonkontakten (20 Min.).
Sitzung 1: „Positive Erziehung“
Grundprinzipien der positiven Erziehung
Faktoren, die das Verhalten des Kindes beeinflussen.
Ziele für Veränderungen festlegen
Verhalten systematisch beobachten.
Sitzung 2: „Die Entwicklung der Kinder
fördern“
Eine gute Beziehung zum Kind fördern und stärken
Angemessenes Verhalten fördern
Neue Fertigkeiten und Verhaltensweisen beibringen.
Sitzung 3: „Mit Problemverhalten umgehen“
Familienregeln aufstellen, Erziehungsroutinen entwickeln
(Start-Stopp-
Routine)
Klare ruhige Anweisungen geben
Erziehungsroutinen entwickeln
Stille Zeit einsetzten
Sitzung 4: „Vorausplanen“
„Überlebenstipps“ für Familien
Risikoreiche Erziehungssituationen erkennen
Vorbeugende Aktivitätenpläne für Risikosituationen
entwickeln.
Sitzung
5-8: „Erziehungsfertigkeiten einsetzten“
Telefonkontakte zur individuellen Anpassung der Erziehungsstrategien
an die Bedürfnisse der Familie und zur Unterstützung
bei der Umsetzung der Erziehungsstrategien im Alltag.
Kursgebühr: 175 Euro pro Paar
(im Preis ist das Gruppenarbeitsbuch in Höhe von
19,95 Euro enthalten)
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